Meditieren ja, aber wie anfangen?

Bereit, deinen Stress zu reduzieren und zu meditieren, aber du weisst nicht, wie du anfangen sollst? Hier einige Ratschläge:

Position
Einer der Gründe, weshalb du dich während der Meditation unwohl fühlst ist, dass du eine unbequemen Position eingenommen hast. Wenn du 20-30 Minuten mit gekreuzten Beinen und ohne Rückenstütze sitzen kannst, dann mach weiter so. Dies ist die klassische Meditationshaltung, die überall gezeigt wird. Aber für die meisten von uns, zeigt es sich als eher unbequeme Position.

Für die besten Ergebnisse, sitze mit dem Rücken aufrecht, aber stelle sicher, dass du dich wohl fühlst. Stütze dich mit einem Kissen oder lege dich bequem hin und benutze eine Decke, wenn dir kalt ist. Nimm dir einen Moment Zeit, um zu prüfen, wie sich dein Körper anfühlt. Atme ein paar Mal tief ein und aus und lasse deinen Körper entspannen. Wenn du während der Meditation dich unwohl fühlst, ist es in Ordnung, wenn du deine Position wechselst.

Externe Störungen
Eine Menge Geräusche kann unsere Konzentration beim Meditieren stören. Wenn immer möglich, finde einen ruhigen Ort zum Meditieren, wo du nicht gestört wirst. Wenn du Haustiere oder kleine Kinder hast, gib ihnen etwas in einem anderen Raum zu tun.

Draussen zu meditieren ist sicherlich sehr schön, kann dich aber auch durch Geräusche vom Meditieren ablenken – Vögeln, die zwitschern, Insekten, die an dir rumkrabeln, die Sonne, die dein Gesicht kitzelt, ein Windstoss, das Knacken eines Astes, usw.

Schläfrigkeit
Das Einschlafen während der Meditation geschieht ab und zu bei allen. Es bedeutet nur, dass du ein wenig müde bist. Es kann jedoch frustrierend sein, wenn du während jeder Meditation einschläfst.

Wenn das passiert, dann ist es Zeit, deinen Lebensstil anzuschauen und dich zu fragen, warum du so müde bist. Schläfst du nachts nicht durch oder stehst du zu sehr unter Druck oder liegt es an der falschen Ernährung?

Erwartungen
Unerfüllte Erwartungen führen zu einem unglücklichen Leben.

Die Erfahrungen, die du in der Meditation gemacht hast, sind zu diesem Zeitpunkt die richtigen für dich. Suche nicht nach einem bestimmten Muster; akzeptiere einfach, was auch immer daherkommt. Meditation soll dein Leben bereichern, Erwarte nicht, dass die Erfahrung, die du zuvor gemacht hast, notwendigerweise wieder auftaucht und suche nicht nach der Erfahrung die andere beim Meditieren gemacht haben. Jeder meditiert auf seine eigene Art.

Eine Vielzahl von Faktoren beeinflussen die Meditation. Was gegessen wurde, wie ausgeruht man ist, was emotional gerade im Leben vor sich geht, und sogar zu welcher Tageszeit man meditiert. Jedes Mal, wenn du dich hinsetzt um zu meditieren, beginne ohne grosse Erwartungen und lasse es einfach geschehen.

Essen
Wenn du meditierst, übernimmt der Geist, der auch deinen Körper zur Ruhe bringt. Wenn du gerade ein grosses Essen hinter dir hast, verdaut folglich dein Körper aktiv dieses Essen. Wenn du mit vollem Bauch meditierst, kommt es zu einem Konflikt zwischen deinem Geist, der beruhigen will, und deinem Körper, der durch den Verdauungsprozess aktiv bleiben muss und so deine Meditation stört.

Im Allgemeinen ist es deshalb vorteilhafter vor dem Essen zu meditieren. Wenn du jedoch während deiner Meditationen immer hungrig bist, wirkt sich dies negativ auf die Meditation aus. In diesem Fall esse eine Kleinigkeit, um den Hunger zu stillen, aber nicht zu viel, um den Verdauungsprozess nicht anzuregen.

Abbau von Stress
Abbau von Stress ist einer der wichtigsten Vorteile der Meditation, aber auch der Hauptgrund für eine gewisse Unruhe während der Meditation. Stress ist körperlich – du spürst die Spannung in verschiedenen Teilen deines Körpers.

Meditation ist ein Prozess der beruhigen soll. Ruhe bedeutet Heilung. Dein Körper lässt alles los, was nicht da sein sollte – Stress, Müdigkeit und Giftstoffe. Wenn du mit deiner Meditation beginnst, beruhigst du deinen Geist. Dies führt zu einem Loslassen in deinem Körper, wodurch einige Spannungen freigesetzt werden können. Dieses Loslassen kann eine Steigerung der geistigen Aktivität bewirken. Mentale Aktivität ist das Denken. Der Geist erfasst etwas, worüber man dann anfängt nachzudenken. Normalerweise denkt man an das, woran man dachte, bevor man die Meditation begann.

Denken während der Meditation ist ein Hinweis, dass Stress freigesetzt wird. Das ist normal und kein Grund frustriert zu sein. Wenn du erkennst, dass deine Aufmerksamkeit zu deinen Gedanken gewandert ist, ist das ein Hinweis darauf, dass diese Stressfreisetzung abgeschlossen ist. Jetzt ist es an der Zeit zu deinem Atem zurückzukehren.

Manchmal kann die Freisetzung von Stress dazu führen, dass du eine körperliche Empfindung, wie eine Veränderung der Körpertemperatur, ein Kribbeln oder leichte Bewegungen deines Körpers wahrnimmst. All diese Empfindungen sind natürlich und kein Grund die Meditation abzubrechen.

Neben physischem Stress hilft Meditation auch emotionalen Stress zu lösen. Gewöhnlich geschieht dies ohne dass du es merkst, aber gelegentlich spürst du gewisse Emotionen aufsteigen. Wenn du dies bemerkst, konzentriere dich wieder auf deinen Atem.

Fazit
Wenn du leicht und mühelos übst, wird jede Meditation eine gute Meditation sein und dir genau das geben, was du zu dieser Zeit brauchst. Die Frustration, die du fühlst, ist ein Hinweis darauf, dass etwas Gutes passiert. Sei geduldig. Denke immer daran, die Meditation bereichert dein Leben.

 

 

 

Advertisements