Kraft der Mudras

Als „Mudra“ bezeichnet man die fein aufeinander abgestimmten Berührungen zwischen unseren Fingern und Handflächen. Mittels einer besonderen Haltung der Hände kann unsere Lebenskraft in bestimmte Energiebahnen gelenkt werden. So wirken Mudras auf Körper und Geist.

Indem wir Mudras formen, schenken wir unseren Händen besondere Aufmerksamkeit. Bei den zarten Berührungen der Fingerspitzen wird uns bewusst, wie sehr unsere Hände uns täglich „dienen“. Durch den Kontakt der Fingerkuppen, in denen sich viele Nervenbahnen befinden, werden sanfte, hochwirksame Impulse an Organe und das Nervensystem geleitet. So werden zum Beispiel Stresshormone abgebaut und Heilungsprozesse angeregt.

Hier zwei typische Mudras, die du täglich bei der Meditation oder in einem Moment der Stille ausüben kannst:

Dhyana-Mudra

Sorgt für Gelassenheit. Du sitzt auf einem Stuhl mit beiden Füssen geerdet. Deine Hände ruhen in der Nähe deines Bauchnabels, wobei eine Hand in der Handfläche der anderen liegt und sich die Daumen leicht berühren. Achtung: Lässt deine Präsenz nach, verlieren deine Daumen den Kontakt. Und konzentrierst du dich zu sehr, drücken sie zu fest aneinander.

Surya-Mudra

Kurbelt deinen Stoffwechsel an. Du legst die Handrücken auf deine Knie, spreizt die Finger ab und legst die Daumen auf die Nägel der Ringfinger. Unser Ringfinger repräsentiert im Sanskrit die Sonne.

 

 

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