Schuldgefühle

Es geht hier um vorhandene Schuldgefühle aus der Vergangenheit. Es ist sehr quälend, mit einem ständigen Schuldgefühl zu leben. Es hindert dich auch daran, effektive und effiziente Entscheidungen zu treffen. Mit anderen Worten, du wirst schlechte Entscheidungen treffen, wenn du auf diese Schuldgefühle hörst.

Woher kommen die Schuldgefühle wirklich und was verursachen sie? Und wie gehen wir damit um? 

1. Versuchen, etwas zu verbergen
Schuld entsteht oft durch den Versuch, etwas zu verbergen. Einige der häufigsten sind:

– Du willst nicht, dass die Leute sauer auf dich sind.
– Du willst niemanden enttäuschen.
– Du willst nicht, dass die Leute sich aufregen, weil du etwas getan hast.
– Du willst nicht, dass die Leute schlecht über dich denken. z.B. du bist kein guter Mensch.

Um diese Schuldgefühle zu beseitigen, hilft es wirklich, wenn du dir einen Moment Zeit nimmst und dich fragst, worüber du nachdenkst? Denkst du darüber nach, was du nicht willst, oder was du willst? Sobald du dich auf das konzentrierst, auf was du willst, kannst du beginnen, über tatsächliche Lösungen nachzudenken und daran zu arbeiten. Normalerweise wirst du feststellen, dass das Schuldgefühl verschwindet, sobald du diese Vorwärtsbewegung beginnst.

2. Auf eine Situation ragieren, ohne nachzudenken
Eine Situation passiert und ohne wirklich darüber nachzudenken, reagierst du mit Schuldgefühlen. Wie oft ist etwas passiert und du denkst sofort:

„Ich hätte das nicht tun sollen.“ oder
„Es ist alles meine Schuld.“ oder vielleicht
„Ich hätte es besser wissen sollen.“

Du fühlst dich schuldig für das, was du getan hast, egal was es ist. 

3. Sich von anderen beeinflussen lassen
Du fühlst dich unsicher in einem bestimmten Bereich, fühlst dich zum Beispiel nicht gut genug. Wenn also jemand etwas sagt, reagieren deine Gefühle eher auf deine inneren Zweifel als auf das, was real ist. Also, sobald du herausfindest, welcher Bereich, in dir geheilt werden muss, ist es unwahrscheinlich, dass Menschen in der Lage sein werden, dich zu beeinflussen.

Der Trick ist also, sich selbst zu fragen, warum man sich schuldig fühlt. Was ist das eigentliche tiefer liegende Problem? Ist es ein vergangenes Ereignis? Statt dich selbst zu vergeben und aus dieser Erfahrung zu lernen, erinnerst du dich nur daran, dass du damals etwas falsch gemacht hast und dass du dich wieder schlecht fühlst. Du bist nicht in der Lage, das vergangene Ereignis zu verarbeiten und all diese Schuldgefühle kommen zurück, wenn eine Situation eintritt, die dich an diesen schmerzhaften Moment erinnert.

Also, grundsätzlich sind Schuldgefühle ein Zeichen für einen Bereich in dir, der betrachtet oder geheilt werden muss.

4. Sich nicht vergeben können
Ein großer Aspekt der Schuld kann sein, dass du dir einfach nicht erlaubst, Fehler zu machen, oder dass du dir nicht selbst vergeben kannst für Dinge, die in der Vergangenheit passiert sind.

Jeder macht Fehler. Jeder einzelne Mensch auf diesem Planeten tut es, aber aus irgendeinem Grund neigen wir dazu, uns einem unmöglich hohen Standard zu unterwerfen. Fehler machen macht uns menschlich und nur so lernen wir.

Du musst nur einsehen, dass du so reagiert hast, weil du dies damals für die beste Entscheidung hielst, mit den Fakten, die damals galten. Du hast das Beste getan, was du konntest. Dass man es heute hätte besser machen können, wusstest du damals aber noch nicht.

Vergebe dir und erlaube dir, Fehler zu machen.

5. Mit einer konditionierten Antwort reagieren
Sehr wahrscheinlich, als du aufgewachsen bist, hast du bestimmte Dinge über die Welt gelernt. Dinge wie „Du solltest an andere denken“ oder „Du bist selbstsüchtig, wenn du nicht sofort Menschen hilfst, sobald sie dich fragen.“

Das sind Überzeugungen, die du als Wahrheit angenommen hast und du hast dir nie die Zeit genommen, diese zu überdenken.

6. Zu denken, die Welt „sollte“ so sein
Dies ist eine Denkweise, die viel Kummer verursacht. Du denkst: „Ich hätte es besser wissen sollen“, „Ich sollte die Leute nicht verärgern“, „Ich sollte keine Fehler machen“. Wann immer du dich selbst erwischst und sagst „sollte“, ist es ein Hinweis darauf, das du darunter leidest.

7. Sich nur auf seine Angst konzentrieren
Dies geht Hand in Hand mit Punkt 1 „Versuchen, etwas zu verbergen“, aber es zeigt, dass du dich auf das konzentrierst, wovor du Angst hast, wenn du etwas tust oder nicht tust. Du lässt zu, dass deine Angstgefühle deine rationalen Gedanken übernehmen.

8. Nicht zu seinen eigenen Standards stehen
Du kannst dich auch schuldig fühlen, wenn du nicht deinen eigenen Standards entsprichst. Dies sind Standards, die du dir selber auferlegt hast.

Fazit:
Zu lernen, wie man mit Schuldgefühlen fertig wird, hängt davon ab zu verstehen, was wirklich hinter deinen Schuldgefühlen steht.

 

 

 

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